Für Dich getestet

Brooks Hyperion Elite 2
Es ist wieder so weit! Brooks hat einen neuen Wettkampfschuh auf den Markt gebracht und mit dem Hyperion Elite 2 nicht nur seine erste Version verbessert, sondern im Punkt Haltbarkeit auch noch neue Maßstäbe im Bereich der Carbon-Renner gesetzt. Ich habe den Schuh bereits ausführlich testen dürfen und möchte meine Erfahrung mit Dir teilen.

Datenvergleich zum Hyperion Elite 1
Gewicht: HE2 – 215grm // HE1 – 196grm
Sprengung: HE2 – 8mm // HE1 – 8mm
Haltbarkeit: HE2 – 300 bis 600km // HE1 – 80 bis 160km

Meinung im Vergleich Hyperion Elite 1 zu Hyperion Elite 2
Mit dem Hyperion Elite 2 (HE2) hat Brooks seine erste Version anders als beispielsweise Nike es regelmäßig macht nicht auf das Abstellgleis verfrachtet, sie haben den Schuhen meiner Einschätzung nach viel mehr eine Spezialisierung gegeben. Der etwas softere (14% gedämpfter) und langlebigere HE2 hat nicht nur mit diesen beiden Merkmalen seine Position im Bereich der Marathon-Schuhe gefestigt, seine Sohle hat sich in Form sogar noch so weit verändert das er das Abrollen von Ferse zum Vorfuß wesentlich besser unterstützt. Die Veränderungen vom HE1 zum HE2 machen die erste Version aber nicht schlechter, viel mehr zeigt sie die Spezialisierung der jeweiligen Schuhe auf. Mit dem direkteren HE1 würde ich, bei der Wahl zwischen HE1 und HE2 keinen Marathon laufen, durch seine direktere Art, dem geringeren Gewicht und der wesentlichen Unterstützung von Mittelfuß zum Vorfuß eignet er sich ideal für Straßenläufe von 5km über 10km bis hin zum (je nach Laufstil) Halbmarathon, ab dem dann wiederrum der HE2 seinen Einsatz findet.

Mein Test:
Erster Eindruck: Beim Öffnen des Schuhkartons kam mir ein sehr vertrautes Bild entgegen. Kein Wunder, sind doch die Änderungen vom HE1 zum HE2 ausschließlich in der Sohle zu finden, als wolle uns Brooks sagen, das Upper und die Schnürung sind bereits perfekt gelungen. Beim ersten anprobieren bestätigte sich das nochmal. Während sich das Upper wie gewohnt um den Fuß legte, die Schnürung inklusive Schnürsenkel mit seinen kleinen Zacken (soll das selbstständige Öffnen der Schuhe verhindern) ein bekanntes Bild und vertrautes Gefühl auslösten, merkte man direkt das der Schuh etwas weicher war. (Hier sei aber gesagt, wer sich sowas weiches vorstellt wie Nike es vor lebt, der liegt falsch. Auch im HE2 hat man noch etwas mehr Stabilität als in bekannten Vaporfly Modellen.)  Wie auch beim HE1 fragte mich der Schuh sofort, ob wir denn nicht einfach Mal direkt los laufen wollen. Dieses Gefühl spricht bei mir direkt die Kategorie „Wettkampf“ an.

Beim Lauf:
Der erste Lauf im Hyperion Elite 2 war ein lockerer Lauf über 24km auf dem ich selbstverständlich wieder alle Profile testete, die mir bei Wettkämpfen schon begegneten. Los ging es logischerweise auf Asphalt und obwohl ich das Gefühl meiner jeweiligen Tempobereiche sehr gut kenne, startete ich direkt mit einer Pace von 3:35min/km durch, was etwa 10sek/km schneller war als geplant. An dieser Stelle kann ich also sagen, ein erhöhtes Tempo fühlt sich im HE2 wesentlich entspannter an, als in meinen „normalen“ Laufschuhen. Das lag vor allem an den sehr entspannten Abrollverhalten und der wirklich spürbaren Energierückgewinnung. Der nächste Testabschnitt enthielt mehrere 90Grad und eine 180Grad Kurve, die mit dem Schuh, ohne ein Verrutschen des Fußes problemlos möglich waren. Uphill, Downhill und nochmal. Der Fuß bleibt wie festgeklebt an Ort und Stelle. Kein Unangenehmes Drücken beim Downhill (gabs leider bei anderen Modellen auch schon). Genau so soll das sein. Nun wollen wir aber Mal über befestigte Waldwege, den Grip testen. Mit einem dem Geländer angepassten Laufstil hat man auch hier keinerlei Schwierigkeiten, was dem Grip betrifft. Leider konnte ich noch keine Kilometer auf nassen Asphalt zurück legen, anhand des Profils der Laufsohle im Vergleich zum HE1, sollte das aber auch absolut kein Problem darstellen. 24km später komme ich zu dem Fazit, das sich die Zeiten in denen man seinen Schuh nicht spürt wohl zum Ende neigen. Vor dem Lauf spürt man einen Schuh an den Füßen und beim Lauf spürt man, das man nichts spürt. Es ist definitiv ein Rennschuh mit dem man viel Spaß und top Zeiten beim Lauf haben kann. Wegen seiner Haltbarkeit, braucht man zudem im Training zum kommenden Wettkampf keine Angst zu haben, das man den Schuh schon vor den großen Tag verschleißt. Danke dafür!

Wenn du weitere Fragen zum Brooks Hyperion Elite 2 hast, schreib sie doch einfach in die Kommentare.

Hättest du gerne einen Bericht oder Fragen zu einem anderen Schuh? Einfach fragen.!

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Brooks Hyperion Tempo
Ein paar Wochen nach dem Hyperion Elite, kam nun auch der Hyperion Tempo auf den Markt. Der um 100€ günstigere Trainingsschuh beziehungsweise das Gegenstück zum Wettkampfschuh (Hyperion Elite). Das Brooks sich dafür entschied zuerst den Wettkampfschuh auf den Markt zu bringen lag womöglich an der zeitlichen Auflage, wie lange ein Schuh für die Masse zugänglich sein muss um auch bei Meisterschaften und Olympia getragen werden zu dürfen. Ansonsten finde ich die Reihenfolge fragwürdig, aber jedem des seine.

Elite und Tempo im Vergleich.
Optisch schenken die beiden Varianten sich nicht viel, abgesehen von der Farbgebung, welche beim Hyperion Tempo in seiner ersten Variante in schwarz (Upper) hellblau (Sohle) daher kommt. Beim genaueren Hinsehen fallen dann aber doch einige Änderungen ins Auge. Zum Beispiel ist die Fersenkappe etwas dicker und höher und die Sohle ist nach hinten etwas länger sowie mit weitaus mehr Profil, für die etwas nassere Straße. Auch die inneren Werte wurden nochmal auf den Trainingsalltag angepasst. Der Hyperion Tempo verzichtet damit auf die Carbonfaserplatte und aus dem extrem leichten DNA Zero Mittelsohlenmaterial wurde eine DNA-Flash-Zwischensohle (Mit Stickstoff angereichertes Brooks-DNA). Das Gewicht des Schuhs wiegt statt 196g nun 210g (Größe EU43). Die Sprengung bleibt auch beim Hyperion Tempo bei 8mm

Mein Test:
Erstes Anprobieren: Die Passform war schonmal sehr angenehm, nichts drückte und die Dämpfung war der des Hyperion doch sehr ähnlich. Eine nicht zu starke Dämpfung, welche den Körper zum Loslaufen animiert. Das erste Mal das Gefühl, das dieser Schuh nicht nur Tempo heißt, sondern dies auch fordert.

Mit der Aussage von Brooks, dass man mit dem Hyperion Tempo seinen schnellsten Traingslauf absolvieren wird, kam für mich bloß eine Strecke in Frankfurt am Main in Frage.  10 Kilometer, 3 Brücken, 2 Treppen, kurz bergauf und bergab sowie ein kleiner Abschnitt auf Pflasterstein und hauptsächlich geradeaus. Die perfekte Strecke um ein solches Versprechen zu testen. Erstmal startete ich mit einem kleinen WarmUp bei dem man dann doch schon eine gute Dämpfung des Hyperion Tempo spürte, außer dem spürte man nichts. So soll es ein. Nun ging es an die Geschwindigkeit, also erstmal einen Kilometer in 3:25min/km, auch bei diesem Tempo wurde der Fuß gut geführt und die Dämpfung eliminierte die größeren Aufprallkräfte zuverlässig ohne dabei schwammig zu wirken. Auch auf dem Rest der Strecke war der Schuh zuverlässig am Fuß. Er rutschte weder auf Aufwärtspassagen, noch abwärts und konnte Tempowechsel und vor allem erneute Beschleunigungen wie beispielsweise nach der Treppe oder an Haarnadelkurven sehr gut umsetzen. Was man von dem Schuh nicht erwarten darf, ist das er einen bei einem effizienteren Laufstil unterstützt, wie dies beim Hyperion Elite oder beim Nike Vaporfly der Fall ist. Er macht genau das was er soll und setzt das um, was der Läufer bereits kann. Wer allerdings einen effizienten Laufstil hat, wird mit einem verstärkten Vortrieb ohne mehr Kraftaufwand (im Vergleich zu anderen Schuhen) belohnt.

Fazit: Es kommt sicher auf jeden Läufer individuell an mit welchem Schuh er am besten laufen kann. Für die schnellen Trainingsläufe ist der Brooks Hyperion Tempo aber allemal ein Blick wert. Man sollte nicht auf ein weiches Laufgefühl hoffen, kann sich aber vom Gefühl harter Racing Schuhe verabschieden. Ich selbst würde damit sogar an Wettkämpfen teilnehmen und diesen unter bestimmten umständen auch dem Hyperion Elite vorziehen.












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Brooks Hyperion Elite

Seit ein paar Wochen ist er bereits auf dem Markt. Der Brooks Hyperion Elite. Der Schuh, welcher dem Nike Vaporfly Next% die Stirn bieten will und demzufolge speziell für den Wettkampf entwickelt wurde. Ausgestattet mit der extrem leichten DNA ZERO Mittelsohle, welche sich Deinem Laufschritt anpassen und eine konstante Dämpfung bieten soll, ohne dabei wuchtig zu sein, und mit einer Carbonfaserplatte eingebettet in einer rocker Konstruktion, ist der Schuh ein reiner Asphalt-Wettkampfschuh für die Langdistanz (10km bis Marathon), welcher die Abrollbewegung von der Ferse zum Vorfuß fördert und Ermüdungserscheinungen mindert. Das altbekannte Lied, länger schneller laufen.

Testschuhe Größe: 43
Gewicht: 196grm.
Getestet bei: 15km Tempodauerlauf, Intervall 400m und 1000m

Mein Test:
Erster Eindruck:
Beim Auspacken war der Schuh schonmal alles andere als auffällig. Ein graues, marmorähnliches Upper mit dem gewohnten Brooks Logo auf der Seite, graue Schnürsenkel und eine weiß-gelbe (nach vorn dunkler werdende) Sohle. Eine dünne Fersenkappe mit leichter Polsterung ist, vor allem wenn man die letzten Modelle von Nike kennt auch nichts besonderes mehr. Beim ersten Anprobieren merkte ich dann auch schon den ersten größeren Unterschied gegenüber den Vaporfly Modelllen, welche wesentlich mehr Dämpfen als der Brooks Hyperion Elite. Da ich mir schon bei Nike ein direkteres Gefühl wünschte und dieses den Schuh wesentlich stabiler macht, kam mir das sehr entgegen. Da sollte aber jeder selbst entscheiden ob und auf welchen Distanzen er mit diesem Schuh klar kommt. Für mich fühlte sich das klar nach Marathon an ?

Beim  Lauf: Der erste Lauf mit dem Brooks Hyperion Elite war ein Tempodauerlauf über 15 asphaltierte KM. Der Schuh gibt mir ein sicheres stabiles  aber durch die DNA ZERO Sohle gleichzeitig direktes und angenehm rückfederndes Laufgefühl. Quasi ein Zwischending von der härte der Wettkampfschuhe wie sie Mal waren und dem Gefühl wie sie seit Vaporfly sein können. Bei einem kurzen Streckenabschnitt über nassen Asphalt zeigt der Schuh zudem, dass er auch das problemlos und locker wecksteckt und weiter nach vorn will, was mir mit der Erfahrung der letzten Marathonläufe ein positives Gefühl gibt (es gab immer Regen…).

Als weiteren Pluspunkt trat die große Zehenbox der Brooks in Erscheinung. Damit ist der Fuß immernoch fest im Schuh, allerdings sind die Zehen nicht so eingeklemmt und man kann entspannt über den gesamten Vorfuß abrollen. Kurzum, je mehr ich mit dem Schuh laufe und ihn kennen lerne, je weniger Gedanken mache ich mir um ihn oder die Strecke. Es geht nur ums Laufen, um Tempo. Das weiß der Schuh und das vermittelt er mir eindeutig. Schade, dass ich ihn wegen Covid-19 nicht beim Hamburg Marathon tragen konnte. Sobald die Straßen wieder für Wettkämpfe freigegeben sind, darf er dann auch endlich zeigen was er im Wettkampf leisten kann. Mich hat er jetzt schon Überzeugt.

Wenn Du fragen zum Brooks Hyperion Elite hast, schreib sie gerne in die Kommentare oder auf Instagram: runlikestahl.de

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